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Neue Konzepte beim Bau von Resonanz-Schwingförderern
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Sowohl in der chemischen als auch in der Nahrungsmittelindustrie
werden für logistische Aufgaben zwischen Produktion und Verpackung
Schwingförderer für große Förderleistungen und oft
auch große Förderlängen benötigt. Die gewünschte
Verteilung der Massenströme auf verschiedene Verpackungslinien erfordert
hierbei beliebig anzuordnende Abzweigmöglichkeiten in Form von fernbetätigbaren
Schiebern, Klappen oder Weichen. Auch nach der Erstinstallation wird eine
hohe Flexibilität in Bezug auf spätere Änderungen der Förderwege
erwartet. Der Trend zur Herstellung von leicht zu verarbeitenden granulierten
und möglichst staubfreien Produkten erfordert überdies eine
schonende Behandlung des Schüttgutes während der Förderung.
Die Förderung unter absolut hygienischen, reinigungsfreundlichen
und umweltverträglichen Bedingungen wird dabei als selbstverständlich
angesehen. Als Beispiel einer ausgeführten Anlage sind in Bild 1
zwei etwa 25 m lange Resonanz-Schwingförderrinnen mit mehreren fernsteuerbaren
Zwischenabläufen für die Förderung von je 60 m³/h
eines Füllstoffes dargestellt. |
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Bild 1: Zwei Resonanz-Schwingförderrinnen, je 25 m lang, in einer
Abfüllanlage
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Der angedeuteten Vielzahl an Vorgaben für das Fördersystem
wird in nahezu perfekter Weise von speziell ausgebildeten Resonanz-Schwingförderern
von VIBRA SCHULTHEIS entsprochen. Die bekannten Eigenschaften der in Resonanznähe
arbeitenden Schwingförderer, so zum Beispiel Förderlängen
von bis zu 30 m in einer Einheit, große Laufruhe mit geringer Schwingungsübertragung
auf die Unterkonstruktion sowie einfache Steuerung der Förderleistung,
werden dabei ergänzt durch eine Reihe von besonderen Konstruktionsmerkmalen,
die dem Resonanz-Schwingförderer eine führende Rolle bei der
Lösung von Logistikaufgaben sichern, und die im folgenden kurz aufgeführt
und erläutert werden: |
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Als Antrieb dient ein selbstsynchronisierender
Doppelvibrationsmotorantrieb (Bild 2). Der Antrieb ist
körperschallisoliert und läuft nahezu geräuschlos. Er besitzt
keine Kupplung und keinen Riementrieb und arbeitet dauerbetriebsfest und
wartungsarm.
Der zugehörige Frequenzumrichter ermöglicht eine
schnelle Einstellung oder Regelung der Förderleistung.
Die Arbeitsfederstationen sind als standardisierte
Einheiten konzipiert und werden mittels Schraubverbindungen zwischen
Förderkanal und Gegenschwingrahmen montiert (Bild 3). Die Lenker sind in
die Arbeitsfederstationen integriert.
Das Konzept erlaubt die Anordnung des Gegenschwingrahmens
sowohl unterhalb als auch oberhalb des Förderkanals. Bild 4 zeigt eine
Ausführung mit obenliegendem Gegenschwingrahmen.
Der als Fördertrog oder Förderrohr ausgebildete
Förderkanal besteht aus Stößen mit maschinell bearbeiteten
Flanschverbindungen, zwischen die die speziellen, mit einem Schieber oder einer
Klappe versehenen Elemente eingeflanscht werden können, wie in Bild 5
gezeigt wird.
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Bild 2: Der selbstsynchronisierende Vibrationsmotorantrieb
ist mit zwei dauerbetriebsfesten Vibrationsmotoren mit stufenlos verstellbarer
Unwucht und Frequenzumrichter ausgerüstet |
Bild 3: Die Resonanzstationen sind als fertige
Montageeinheiten konzipiert |
Bild 4: Montage von Resonanz-Schwingförderrinnen mit
obenliegendem Antrieb |
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Als Auslassorgane stehen standardisierte Klappen- und
Schieberkonstruktionen zur Verfügung, die nach den jeweiligen
Betriebsbedingungen ausgewählt werden. Die verschiedenen
Klappenausführungen sind in Bild 6a-c dargestellt und erläutert.
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Bild 5: Eingeflanschtes Klappenelement |
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Bild 6a Ausführung für Granulat, nicht staubdicht
Bild 6b Ausführung für Granulat und Pulver, nur
Flugstaubverluste möglich
Bild 6c Staubdichte Ausführung |
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Fördersysteme mit den beschriebenen Eigenschaften
sind in zahlreichen bedeutenden Unternehmen der Chemie und Nahrungsmittelindustrie
erfolgreich im Einsatz. Besonders komplexe Förderaufgaben stellen
sich z.B. in Produktionsanlagen für Zerealien. So hat eine für
einen ausländischen Kunden gelieferte Anlage die Aufgabe, verschiedene
Zerealienprodukte mit einem Massenstrom von 80 m³/h auf einer Förderstrecke
von insgesamt etwa 100 m den einzelnen Verpackungsmaschinen zuzuführen.
Entsprechend den von Produktionsablauf und räumlichen Verhältnissen
vorgegebenen Förderwegen mit Abzweigungen, Kreuzungen und Abgabepunkten
verfügt die Anlage über 33 pneumatisch gesteuerte Auslaufklappen.
Insgesamt sind hierfür 11 Einzelförderer mit einer maximalen
Einzellänge von 17 m im Einsatz. Einen Ausschnitt zeigen die Bilder
7 und 8.
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Bild 7
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Bild 8
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Ein weiteres Beispiel ist in Bild 9 dargestellt. Diese
Anlage besteht aus 9 einzelnen staubdicht geschlossenen Förderrinnen mit
einer maximalen Länge von 26 m und dient der Beschickung von
Abfüllstationen mit einem pulverförmigen Füllstoff. Die
eingebauten Auslaufklappen sind staubdicht und entsprechen der in Bild 6c
gezeigten Ausführung.
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Bild 9: Teilansicht einer insgesamt 110 m langen Schwingförderanlage
für die Förderung von 60 m³/h Kieselsäure |
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Rohrförmige Resonanzschwingförderer gemäß
Bild 10 sind in vielen Einsatzfällen eine vorteilhafte Alternative
zu Förderern mit rechteckigem Förderquerschnitt.
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Bild 10: Resonanz-Schwingförderrohr, 250 mm
Durchmesser, 12 m lang
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Die beschriebenen besonderen Konstruktionsmerkmale werden
selbstverständlich nicht nur bei Resonanz-Schwingförderern zum
Fördern und Verteilen von Schüttgütern angewendet. Auch
bei Fliessbett- und Wirbelschicht-Trocknern, die nach dem Resonanzprinzip
zu Schwingungen angeregt werden, kommen die Vorteile zur Geltung. |
Bild 11: Resonanz-Fliessbett-Trockner mit einer Anströmfläche
von 10 m²
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